Peters Radhaus

Wenn es nach den Mitgliedern von Buchholz fährt Rad geht, soll das Buchholzer Rathaus ab Herbst zu „Peters Radhaus“ werden. Der Gründer und langjährige Vorsitzende Peter Eckhoff wurde zum Bürgermeisterkandidaten des Vereins gewählt. Er tritt bei der Kommunalwahl an, um Buchholz‘ erster Fahrradbürgermeister zu werden.

Mein Ziel ist es, Buchholz zu einer echten Fahrradstadt weiterzuentwickeln. Radfahren soll nicht nur sicher und bequem werden, sondern auch richtig cool sein und Spaß machen.

Peter Eckhoff

Er möchte nach Pariser Vorbild die Buchholzer Innenstadt von den Autos befreien, um Platz für den Radverkehr zu schaffen und die öffentlichen Räume den Buchholzer Bürger:innen – vor allen den Kindern – zurückgeben.

Nur eine fahrradfreundliche Stadt ist auch kinderfreundlich. Und die Lebens- und Aufenthaltsqualität steigt, wenn sich das städtische Leben an die Geschwindigkeit des Radverkehrs anpasst.

Peter EckhoFF

Ganz Buchholz soll von einem Netz an Fahrradstraßen überzogen werden, in dem der Radverkehr Vorrang hat und Autos sich wie Gäste zu bewegen haben. Peters Radhaus weiterlesen

Ostwärts

Sabine und Uwe Wüppermann waren dieses Mal gen Osten mit ihren Rädern unterwegs. Bevor sie auf die nächste Tour nach Nordafrika aufbrechen, schauten sie bei uns vorbei und berichteten in einer Multi-Media-Show wieder sehr anschaulich und kurzweilig von Ihren Erlebnissen. Für noch mehr Bilder schaut einfach auf ihre Internetseite glorypedalling.com oder folgt ihnen bei SocialMedia.

Cycling Cities

Fast auf den Tag genau war Ingwar Perowanowitsch vor einem Jahr schon einmal bei. Er berichtete in der Waldschul-Aula über seine Radreise von Freiburg zur Weltklimakonferenz in Baku (Bericht hier). Heute war Ingwar nicht selbst, aber auf der Leinwand bei uns. Er war im letzten Jahr mehrere Wochen mit dem Fahrrad durch Europa gefahren, auf der Suche nach Fahrradstädten. Aus seinen Eindrücken und Erkenntnissen in Städten wie Paris, Gent, Amsterdam, Utrecht, Hamburg oder Kopenhagen hat er nun den beeindruckenden Film „Cycling Cities“ gemacht. Wenn du das Screening bei uns verpasst hast, schau dir den Film gerne noch hier bei Youtube an. Er ist sehr sehenswert! Schade, dass diejenigen, die in Buchholz Radverkehr eher behindern als fördern, heute (mal wieder) nicht anwesend waren.

Tempo 30 auf dem Innenstadtring

Wenn man das Radfahren sicher und bequem bzw. angenehm macht, fahren mehr Menschen mit dem Fahrrad. Wer also gute Radwege sät, erntet Radverkehr. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Doch gute Radwege brauchen Platz zur Realisierung und der ist in unseren Städten leider sehr begrenzt. Der Straßenraum wird zudem – nicht nur in Buchholz – stark vom Autoverkehr dominiert. Ist das richtig? Soll das so bleiben?

Immer mehr Städte machen sich auf den Weg, Stadt von Grund auf neu zu denken und dabei fahrradfreundlich umzubauen (siehe Veranstaltungstipp am Ende des Beitrags). Buchholz steht hier noch ganz am Anfang und der politische Wille fehlt hier und da noch, um dabei schneller voranzukommen.

Auf Straßen, bei denen kein baulich getrennter, sicherer Radweg möglich ist, Schutzstreifen ihre Wirkung nicht entfalten und Radfahrende sich daher zusammen mit dem Autoverkehr die Straße teilen müssen, fordern wir seit Jahren – insbesondere zum Schutz der Radfahrenden – eine Herabsetzung der Geschwindigkeit auf Tempo 30. Bislang scheiterten diese Bemühungen, weil es in Deutschland mit der innerörtlichen Regelgeschwindigkeit von 50 km/h nur in wenigen begründeten Ausnahmefällen möglich ist, außerhalb von Wohnstraßen Tempo 30 anzuordnen, z. B. vor Schulen, Kindergärten, Seniorenheimen, Krankenhäusern, bei Unfallschwerpunkten, großen Lärmbelastungen oder Luftverschmutzungen usw.

Vor Kurzem ist neu hinzugekommen, dass vor und nach Fußgängerüberwegen ebenfalls Tempo 30 angeordnet werden kann. Wenn zwei Fußgängerüberwege dicht genug zueinander liegen, kann man nun sogar durchgängig Tempo 30 einrichten.

Die Stadt Buchholz will sich diese Neuregelung zunutze machen und beabsichtigt, auf dem gesamten Innenstadtring (Schützenstraße, Neue Straße, Lindenstraße und Teile der Hamburger Straße) Tempo 30 einzuführen. Zuvor soll die Fußgängerampel an der Schützenstraße (Höhe Adolfstraße) in einen Fußgängerüberweg (mit Zebrastreifen) umgebaut werden. Im Rahmen einer Anhörung zu diesen beabsichtigten Maßnahmen haben wir als Buchholz fährt Rad e. V. nun eine befürwortende Stellungnahme abgegeben. Drückt die Daumen, denn die Wahrscheinlichkeit ist so hoch wie nie, dass auf dem Innenstadtring zukünftig Tempo 30 gilt. Oftmals kann man bereits jetzt schon nicht schneller fahren.

Fußgängerampel Schützenstraße (Höhe Adolfstraße)

Die Buchholzer Verkehrsbehörde prüft derzeit zusätzlich, bei welchen hochfrequentierten Schulwegen in Buchholz die Geschwindigkeit ebenfalls auf Tempo 30 reduziert werden kann. Dass Tempo 30 nicht nur direkt vor Schulen angeordnet werden kann, sondern auch auf ganzen Schulwegen, wenn sie denn hochfrequentiert sind, ist eine weitere Möglichkeit aus der neuen StVO. Auch hier bleiben wir dran und befürworten Tempo 30.

Evaluationsergebnisse: Einführung von Tempo 30 auf Hauptstraßen in Amsterdam

RADLIEBE-Award 2025 geht an Reimund Rudkowski

Reimund Rudkowski

Nur wenige Menschen in Buchholz verbindet man sofort mit dem Thema Radfahren. Reimund ist einer von ihnen. Er selbst fährt eigentlich immer mit dem Fahrrad, ob im Alltag, in der Freizeit, auf Radreisen oder auch sportlich, z. B. bei den Cyclassics.

Seit 30 Jahren ist er Mitglied im ADFC, war dort zehn Jahre Vorstand in der Buchholzer Ortsgruppe und auch Tourenleiter, saß einige Jahre beratend im Bauausschuss der Stadt Buchholz, hat in dieser Zeit die ersten Buchholzer Fahrradschutzstreifen beantragt und ist bei uns Gründungsmitglied.

Reimund bastelt und schraubt gern, macht z. B. im Repaircafé alte Räder wieder fit oder schweißt sich ein eigenes Lastenrad zusammen, das schon mehrfach bei Aktionen als mobiler Holzofen mit Waffeleisen im Einsatz war.

2022 wurde er Buchholzer Slowbiking-Meister, weil er für die 11-Meter-Strecke länger brauchte als alle anderen Teilnehmenden.

Zudem ist er Verleihstation von „Heidelore“, einem unserer Lastenräder im Projekt Heidschnucke – Lastenrad für Buchholz. Mit Heidelore war Reimund auch schon auf Schokofahrt nach Amsterdam, um von dort Schokolade emissionsfrei nach Buchholz zu radeln.

Inzwischen radelt Reimund auch gerne mit seinen Enkeln und gibt so das Fahrradgen in der Familie weiter.

Wenn man von dieser ausgeprägten Radliebe liest, fragt man sich zu Recht, warum Reimund nicht schon längst mit dem RADLIEBE Award ausgezeichnet wurde.
Herzlichen Glückwunsch, lieber Reimund!

Bunt leuchtend durch Buchholz

Bereits zum achten Mal sind wir gestern bunt leuchtend und weihnachtlich geschmückt durch die Buchholzer Innenstadt gecruist, um uns und andere an dem Anblick zu erfreuen. Nach einer halben Stunde endete die Lichterfahrt am Buchholzer Weihnachtsmarkt, wo der Weihnachtsmann unseren Mitradelnden noch mit einer kleinen Überraschung für die Teilnahme dankte.

Rücksicht statt Rage

Zufußgehende, die sich über rüpelhafte Radfahrende auf Gehwegen aufregen, Radfahrende, die sich über parkende Autos auf dem Radweg beschweren, oder Scooterfahrende, die durch die Fußgängerzone flitzen, … wer kennt es nicht?

Dabei sind wir alle mal zu Fuß, mal mit dem Fahrrad, mal mit dem Auto oder auch mit dem E-Scooter unterwegs. Dennoch gelingt oftmals der Perspektivwechsel nicht und das Verständnis für die jeweils anderen fehlt. Was muss passieren, damit sich dieses ändert und wir uns wieder gelassener und respektvoller im Straßen- und Verkehrsraum bewegen können?

  • Gibt es zu wenig Platz für alle Verkehrsarten?
  • Fehlen Regeln oder Sanktionen, wenn diese nicht eingehalten werden?
  • Ist Egoismus ein zunehmendes gesellschaftliches Problem, das sich besonders im Straßenverkehr zeigt?
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9. Buchholzer Kidical Mass

Am vergangenen Sonntag eroberten bei einer bunten Familien-Fahrraddemo große und kleine Radfahrende Buchholz Straßen zurück, um eindrücklich zu zeigen, dass die Straßen nicht nur den Autos gehören. Bundesweit fordert die Kidical Mass bereits seit fünf Jahren, dass sich Kinder und Jugendliche sicher und selbstständig in ihrer Stadt bewegen können sollen. Weitere Infos zur Kidical Mass und ihren Detailforderungen: hier!

Wer eine kinderfreundliche Stadt sein will, muss sie zwingend fahrradfreundlich machen.

Peter Eckhoff, Buchholz fährt Rad e.V.

Die Kidical Mass begann wieder auf dem Parkplatz am Holzweg. Es ging einmal über den Innenstadtring bis in die Breite Straße. Denn dort warteten im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags ein Kinderflohmarkt, das Kinder-Musikfestival Schnuckiwood sowie die Buchholzer Nachhaltigkeitsmesse.

Vorankündigung Nordheide Wochenblatt vom 06.09.2025

Vorbericht Landeszeitung für die Nordheide vom 06.09.2025

Per Fahrrad, Anhalter und Öffis durch Asien

Wie kann man nah an den Menschen und der Natur die Welt bereisen, und das auch noch nachhaltig? Diese Frage stellten sich Ole Henner Maaß und Pauline Kalender – und reisten dann 20 Monate lang flugfrei über Land und Wasser durch 25 Länder Eurasiens. Dabei zelteten sie auf der Chinesischen Mauer, wurden von pakistanischen Edelsteinhändlern im Himalaya zum Chai eingeladen und überquerten von Delfinen begleitet den Äquator. Und natürlich spielte auch das Fahrrad eine wichtige Rolle.

In ihrem Vortrag am 29.08.2025 berichteten die beiden Heidjer aus Soltau von den drei Abschnitten ihrer Reise: ihrer Reise per Anhalter von Soltau bis nach China, die Radreise durch Südostasien und ihre Heimreise mit vielfältigen Zwischenstopps per Anhalter und öffentlichen Verkehrsmitteln. Dabei erzählten sie bildgewaltig von spannenden Reiseerlebnissen, besonderen Begegnungen und der Schönheit des langsamen Reisens. Uns Zuhörenden packte das Fernweh.

Vorankündigung auf buchholz-aktuell.de vom 29.08.2025

Exkursion nach Tübingen

Jedes Jahr versuchen wir inzwischen eine Stadt zu besuchen, die als Fahrradstadt gilt, und gucken uns an, was diese so fahrradfreundlich macht. Wir wollen erfahren, was die Erfolgsfaktoren sind und nehmen auch gerne Best-Practice-Beispiele mit zurück nach Buchholz. Nach Kopenhagen (2019), Groningen (2022) und Utrecht (2024) war nun Tübingen an der Reihe. Exkursion nach Tübingen weiterlesen