„Klamotten & Kuchen“ ist eine Second Hand Shoppingtour mit dem Fahrrad. Ein Format, das sich Anna Lena ausgedacht hat und bei entsprechender Resonanz auch gerne nochmal wiederholen möchte. Die Radtour hat i. d. R. eine Länge von 25-30 Kilometer. Ziele der Shoppingtour sind Second Hand Läden der Region und zum Ausklang der Besuch eines netten Cafés.
Zum Auftakt ging es gestern bei Nieselregen zu sechst zum „Hauptbahnhof“ nach Kakenstorf und im Anschluss zu „FROSOS“ nach Seppensen. Die Beute wurde zum Ende der Tour bei Kaffee und Kuchen im „Café Klein und Köstlich“ in Holm-Seppensen gefeiert.
Nur wenige Menschen in Buchholz verbindet man sofort mit dem Thema Radfahren. Reimund ist einer von ihnen. Er selbst fährt eigentlich immer mit dem Fahrrad, ob im Alltag, in der Freizeit, auf Radreisen oder auch sportlich, z. B. bei den Cyclassics.
Seit 30 Jahren ist er Mitglied im ADFC, war dort zehn Jahre Vorstand in der Buchholzer Ortsgruppe und auch Tourenleiter, saß einige Jahre beratend im Bauausschuss der Stadt Buchholz, hat in dieser Zeit die ersten Buchholzer Fahrradschutzstreifen beantragt und ist bei uns Gründungsmitglied.
Reimund bastelt und schraubt gern, macht z. B. im Repaircafé alte Räder wieder fit oder schweißt sich ein eigenes Lastenrad zusammen, das schon mehrfach bei Aktionen als mobiler Holzofen mit Waffeleisen im Einsatz war.
Waffel-LastenradSlowbikingBei jedem Wetter
2022 wurde er Buchholzer Slowbiking-Meister, weil er für die 11-Meter-Strecke länger brauchte als alle anderen Teilnehmenden.
Zudem ist er Verleihstation von „Heidelore“, einem unserer Lastenräder im Projekt Heidschnucke – Lastenrad für Buchholz. Mit Heidelore war Reimund auch schon auf Schokofahrt nach Amsterdam, um von dort Schokolade emissionsfrei nach Buchholz zu radeln.
AmsterdamSchokofahrtglücklich zurück
Inzwischen radelt Reimund auch gerne mit seinen Enkeln und gibt so das Fahrradgen in der Familie weiter.
Wenn man von dieser ausgeprägten Radliebe liest, fragt man sich zu Recht, warum Reimund nicht schon längst mit dem RADLIEBE Award ausgezeichnet wurde. Herzlichen Glückwunsch, lieber Reimund!
Bereits zum achten Mal sind wir gestern bunt leuchtend und weihnachtlich geschmückt durch die Buchholzer Innenstadt gecruist, um uns und andere an dem Anblick zu erfreuen. Nach einer halben Stunde endete die Lichterfahrt am Buchholzer Weihnachtsmarkt, wo der Weihnachtsmann unseren Mitradelnden noch mit einer kleinen Überraschung für die Teilnahme dankte.
Am vergangenen Sonntag eroberten bei einer bunten Familien-Fahrraddemo große und kleine Radfahrende Buchholz Straßen zurück, um eindrücklich zu zeigen, dass die Straßen nicht nur den Autos gehören. Bundesweit fordert die Kidical Mass bereits seit fünf Jahren, dass sich Kinder und Jugendliche sicher und selbstständig in ihrer Stadt bewegen können sollen. Weitere Infos zur Kidical Mass und ihren Detailforderungen: hier!
Wer eine kinderfreundliche Stadt sein will, muss sie zwingend fahrradfreundlich machen.
Peter Eckhoff, Buchholz fährt Rad e.V.
Die Kidical Mass begann wieder auf dem Parkplatz am Holzweg. Es ging einmal über den Innenstadtring bis in die Breite Straße. Denn dort warteten im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags ein Kinderflohmarkt, das Kinder-Musikfestival Schnuckiwood sowie die Buchholzer Nachhaltigkeitsmesse.
Ich fahre viel und gerne Fahrrad. Eigentlich bin ich in Buchholz (fast) immer mit dem Fahrrad unterwegs. Die Strecken sind kurz und die Ziele häufiger viel besser und schneller mit dem Rad als mit dem Auto zu erreichen. Auch das Parken ist mit dem Fahrrad viel einfacher und stets kostenlos. Bequem ist es auch, dass man mit dem Fahrrad eigentlich überall bis vor die Tür fahren kann. Ein Auto benutze ich nur gelegentlich aus Bequemlichkeit, wenn es z. B. regnet und ich keine Lust habe, mich in Regenklamotten zu hüllen, oder wenn ich andere (meist Nicht-Radfahrende) mit dem Auto irgendwo abholen oder hinbringen soll. So werden diese Gelegenheiten vermutlich auch meine Herausforderungen in den drei Stadtradeln-Wochen. Zudem habe ich mir vorgenommen, auch nach Hamburg ins Büro zu radeln (ca. 30 km pro Strecke). Dafür nutze ich ansonsten den Metronom und eher seltener das Rad. Anders als in den Jahren 2015 und 2016, wo ich schon einmal Buchholzer Stadtradeln-Star war, muss ich nur noch 1-2 Mal pro Woche nach Hamburg und arbeite ansonsten im Homeoffice. So werde ich wohl keine vierstellige Kilometerzahl wie damals erradeln. Es geht ja auch beim Stadtradeln gar nicht darum, Kilometerrekorde aufzustellen, sondern sein Mobilitätsverhalten zu hinterfragen und nachhaltiger zu gestalten. Die kurzen Wege innerhalb von Buchholz sind quasi geradezu prädestiniert dafür, diese viel häufiger mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dafür möchte ich ein bisschen Vorbild sein und andere dazu animieren, es ebenfalls auszuprobieren. Dabei stellt man jedoch schnell fest, dass Radfahren in Buchholz häufig nur wenig sicher und bequem ist. Dazu aber später mehr. Bericht unseres STADTRADELN-Stars weiterlesen →
Oops!.. I did it again – 500 km Ultraabenteuer 2.0
Fast genau vor einem Jahr bin ich in mein erstes Ultraabenteuer gestartet und habe die 500 Kilometer Marke in einem Ritt auf den Brocken und zurück durchbrochen. Dieses Jahr wollte ich es zusätzlich unter 24 Stunden schaffen. Außerdem wollte ich die Fehler aus dem letzten Jahr vermeiden, insbesondere was das Fueling und Pacing angeht. Buchholz – Brocken – Buchholz in 24 Stunden weiterlesen →
Die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2024 sind (endlich) ausgewertet und veröffentlicht worden. Das Ergebnis für Buchholz ist beschämend: seit Jahren ist bekannt, woran es mangelt, und dennoch passiert viel zu wenig. Dabei werden wir Radfahrende immer mehr: im Rahmen der neuesten Haushaltsbefragung zum Modal Split, also der Verkehrsmittelwahl, wurde deutlich, dass sich der Radverkehrsanteil von 2012 auf 2024 von 12% auf einen Anteil von 24% verdoppelt (!) hat (siehe hier). Gleichzeitig ging der Autoverkehr deutlich zurück. Dieser wachsenden Bedeutung des Radverkehrs wird die aktuelle Verkehrspolitik der Stadt Buchholz nicht gerecht. Wir fordern daher von der Stadtverwaltung und der Lokalpolitik viel mehr Anstrengungen zur Förderung des Radverkehrs, insbesondere mehr Platz für den Radverkehr und eine moderne Radinfrastruktur, die es auch unseren Kindern ermöglicht, sich sicher und selbstständig durch Buchholz bewegen zu können.
Vor etlichen Jahren hatte Bernhard Kober aus Graz die Idee, in der Altbauwohnung seiner WG ein Radrennen zu veranstalten. 2009 bekam er ein altes Peugeot-Rennrad geschenkt und wollte es gleich ausprobieren. Weil es regnete, fuhr er von seinem WG-Zimmer bis in die WG-Küche. Die Rennidee war geboren. So ein bisschen auch getrieben von dem traumatisierenden Verbot seiner Mutter aus Kindheitstagen: „Das machst du aber nicht Drinnen“.
Nun fand am 22.03.2025 im Untergeschoss der Buchholzer Höfe das inzwischen 96. offizielle Altbaukriterium statt. Die Idee hat Schule gemacht und findet nun auch außerhalb von Graz und Österreich an vielen Orten statt, an denen man sonst nicht Radfahren darf. Bernhard ist daher auch Weltverband und vergibt WeltCup-Punkte. So wurde das Buchholzer Altbaukriterium vermutlich zum ersten WeltCup-Rennen der Buchholzer Stadt- und Sportgeschichte überhaupt. Alle Infos zum Altbaukriterium findet man auf der Internetseite des Weltverbands: https://altbaukriterium.com. 96. Altbaukriterium „Buchholzer Untergrund“ weiterlesen →
Am 15.02.2025 luden GermanZero e.V. und das Buchholzer Bündnis für Demokratie zu einem bunten Fest der Demokratie in die Buchholzer Höfe ein.
Ein vielfältiges Programm mit Musik, Podiumsdiskussion, Vortrag, Lesung und Informationsständen war zu erleben. Auch wir waren mit einem kleinen Stand vertreten.
Gemeinsam für Demokratie, Freiheit und Menschenwürde.
Im Oktober 2022 ging es für Laura Möller aus Buchholz und Antonia Staacke aus Göttingen auf die bislang längste Radtour ihres Lebens. Sie starteten in Feuerland, in Ushuaia, der südlichsten Stadt Argentiniens, um im August 2024 nach 23.072 Kilometern und 145.540 Höhenmetern in Anchorage, Alaska, anzukommen. Die Reise musste von Januar 2023 bis Januar 2024 aufgrund eines schweren Unfalls von Antonia für ein Jahr unterbrochen werden. Umso beachtlicher ist es, dass sich beide nach dieser Auszeit wieder aufs Rad setzten, um ihren Longest Ride zu finishen. Auch ohne dieses einschneidende Erlebnis war die Reise bereits eine besondere Herausforderung. Für uns war dieses Grund genug, die beiden im letzten Jahr mit unserem RADLIEBE Award 2024 auszuzeichnen (siehe hier).
Von den vielfältigen Herausforderungen, denen sie unterwegs begegneten, und der überwältigenden Gastfreundschaft in den 15 Ländern, die sie bereisten, berichteten die beiden in einem kurzweiligen Vortrag am gestrigen Abend vor 125 Gästen in der Kantine des Buchholzer Rathauses.
Die Zuhörer waren so begeistert, dass am Ende insgesamt 1.000 Euro an Spendengeldern für ihr Herzensprojekt „Mobilität für alle“ der Organisation „World Bicycle Relief“ zusammenkamen. Ziel dieser Organisation ist es, jungen Menschen, insb. Frauen, in strukturschwachen Regionen der Welt Fahrräder für eine bessere Mobilität zur Verfügung zustellen, um ihnen somit u.a. Bildung zugänglich zu machen.
Weitere Infos zum Longest Ride und zum Spendenprojekt findet ihr hier.
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